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Gargano (Apulien)

Provinz Foggia

Der Gargano (Parco Nazionale del Gargano) ist der nördlichste Teil Apuliens und liegt an der Adria genau am Stiefelsporn Italiens.



Dieser Küstenabschnitt fällt besonders durch seine steilen und kurvenreichen, meist weißen Kalklippen auf. Die bekanntesten Ortschaften wie Rodi Garganico, Peschici und Vieste sind auf ihnen vorwitzig zum Meer hin vorgelagert. Dazwischen finden sich teilweise endlose Sandstrände, aber auch geschützte Badebuchten. Jeder dieser Küstenorte bietet Möglichkeiten zum Flanieren, Einkaufen und netten Lokalen, die zur Einkehr und günstigem Essen einladen.

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Blick auf Rodi Garganico

Peschici taucht auf

Vieste im September

An Rodi Garganicos Hauptplatz Rovelli geht es bisweilen recht lebendig zu, da sich hier die meisten attraktiven Geschäfte befinden. Gemütlicher geht es im verwinkelten Altstadtbereich zu mit seinen vielen Gassen und Treppen. Im Hafen gibt es Fährverbindungen zu den Tremitiinseln.

Peschici hat einen schönen Hafenbereich und eine fast verträumte, auf einem Hügel gelegene Altstadt, in der sich einige Künstler niedergelassen haben, deren Produkte erworben werden können.
Es bietet sich hier an, in den vielen kleinen Geschäften
zu stöbern, um evtl. ein Mitbringsel zu ergattern.

Vieste ist die größte der drei Städte und erstreckt sich auf zwei, teilweise sehr hohen Felsnasen malerisch ins Meer. Die Häuserzeilen enden unmittelbar vor der Steilküste, manche sind wegen Abbruchgefahr der Felswand nicht mehr bewohnbar. Auch hier durchläuft man im Altstadtbereich viele kleine, enge Gassen.

Strand zwischen Rodi Garganico und San Meniano

Alte Villa mit Olivengarten

Schmale Häuser in Vieste

Schöne Bucht

Der Gargano bietet große und schöne Campingmöglichkeiten, aber auch meist einfache und traumhaft gelegene Ferienwohnungen. Die alte Villa (Bild oberhalb und Bild darunter im Hintergund) war unsere Unterkunft während unseres Aufenthaltes am Gargano.

Tomatentrocknung in Vieste

Trabucchi

Am Ortsrand von Vieste in Richtung Mattinata an der Küste gibt es ein schönes Trabucchi, ein hölzernes Bauwerk das direkt an der Felsküste gebaut über dem Meer schwebt. Darauf wird den ganzen Tag Fisch gefangen, unmittelbar daran angebaut ist ein kleines offenes Restaurant in dem
man am Abend den Fischfang probieren und wenn man Glück hat, einen spektakulären Sonnenuntergang erleben kann.

Der Sonnenuntergang vom Fischrestaurant aus


Castello

Monte Sant’Angelo beeindruckt zunächst durch seine normannische Burgruine die auf dem höchsten Punkt im Ort thront. Die Festungsmauern sind noch sehr gut erhalten, aber auch Bereiche im Inneren der Burg sind zu besichtigen.
Eigentlich bekannt geworden ist Monte San’Angelo durch die Erscheinung des Erzengels Michael im 5. Jh. in einer tiefen Grotte.
Seitdem ist diese Grotte zu einer wichtigen Pilgerstätte des Mittelmeerraums für Gläubige aus aller Welt geworden, für die schon im Mittelalter Unterkunftsmöglichkeiten gebaut wurden, die noch immer gut erhalten sind. Den Eingang zur Grotte bildet ein imposantes doppelbögiges Portal.

Eingang zur Grotte

Vico del Gargano

Ein unbedingt sehenswerter Bergort mit mittelalterlicher
Bausubstanz und ganz besonderem Charme.
Uns fiel vor allem die Herrenrunde vor der Cafeteria auf, die in
Erinnerung an eine gute alte Zeit zu schwelgen schienen,
wir mußten etwas schmunzeln.

Sehr zu zu empfehlen sind die Bootstouren (buchbar von jedem Ort) zu den vielen Grotten und einem schönen abgelegenen Strand, oder der Besuch der Tremiti-Inseln (Fähre v. Rodi Garganico).

(Foto links u. rechts)


Unbedingt sehenswert und zu durchwandern ist der Foresta Umbra ein 11.000 ha großes Mischwaldgebiet, das wir auf der Fahrt von Peschici nach Monte Sant´ Angelo bewandert haben. Er macht seinem Namen alle Ehre, weil sich riesige Baumkronen großer Buchen, Ulmen, Eichen, Linden und Kastanien über einen ausbreiten.

(Foto links: Ziegen im Foresta Umbra)

Reiseführer: Michael Machatschek; Michael Müller-Verlag




Le marche (Die Marken)


Sirolo Stadtstrand

Le marche

Wer es nicht kennt, fährt schnell vorbei an an dem sogenannten Teutonengrill in der Emilia-Romagna, durchquert auf den Weg nach Süditalien relativ schnell die Marken verpaßt leider auch dieses bezaubernden Fleckchen an der Adria-Küste südlich von Ancona. Der kleine Ort Sirolo thront etwa 130 m über dem Meer. Im alten Teil der Stadt macht es Spaß durch die netten engen Gässchen zu flanieren, der Hauptplatz vor der Kirche ist besonders am Abend sehr belebt, wenn sich viele einheimischen Familien nach dem Essen noch auf ein Gespräch treffen. Der schönste Weg zum Stadtstrand führt über eine Treppe durch den Wald. Der angrenzende Parco del Conero, in der Hauptsache ein Pienenwald auf Fels, ist ein Naturschutzgebiet das über 200 Vogelarten eine Heimat bietet.
Im Juni während der Ginsterblüte leuchtet der bewachsene Küstenabschnitt teilweise goldgelb, im schattigen Bereichen des Waldes trifft man auf das wilde Alpenveilchen. Der Küstenbereich zwischen Ancona und Numana besteht aus fast weißen Kalkfelsen, die einen schönen Kontrast zur blauen Adria bieten. Immer wieder finden sich herrliche Sandbuchten, die zumindest innerhalb der Woche teilweise menschenleer sein können. Im hügeligen Hinterland wo gute Weine gedeihen (Rosso Conero oder der weitaus bekannte Weiße Verdicchio di Castelli di Jesi), liegen die oft mittelalterlich geprägten Ortschaften meist auf Anhöhen exponiert.

Dieses Mal war Sirolo nur Zwischenstation auf den Weg nach Süditalien, der Ort hat in den letzten 20 Jahren nichts an Charme eingebüßt und ist durchaus ein lohnendes Urlaubsziel, wie wir aus Erfahrung wissen (mal sehen was ich an analogen Bildern noch im Fundus habe).



Blick auf den Conero und dem Naturschutzgebiet



http://www.rivieradelconero.it/de/sirolo.asp