Menton an der Côte d'Azur


An der Côte d'Azur direkt an der Grenze zu Italien liegt Menton.
Vormals monegassisch stimmten die Bewohner 1861 für die Zugehörigkeit Frankreichs. Geschützt durch die Ausläufer der Seealpen im Hinterland zeichnet sich die Stadt durch ein besonders mildes Klima aus und ist auch im Winter der wärmste Ort an diesem Küstenabschnitt. Bereits im 19. Jahrhundert war Menton schon ein bevorzugtes Winterquatier vor allem britischer Besucher.

Dank seiner besonderen geographischen Lage, das Fürstentum Monaco ist den bekannteren lebhaften Badeorten Nizza und Cannes vorgelagert, geht es in Menton vergleichsweise angenehm ruhig zu.
Auffällig ist der schöne weiße Sandstrand der aufwändig aufgeschüttet wurde, mit seinen vielen Einkehrmöglichkeiten ist auch für das leibliche Wohl gesorgt. Der Ort macht insgesamt einen freundlichen Eindruck, ein Besuch in der Altstadt ist empfehlenswert.


Unser Tipp:

Grimaldigrotten (Balzi Rossi).

Von Menton kommend befindet sich direkt an der italienischen Grenzstation die Zufahrtsmöglichkeit zu den Grimaldigrotten.
Die Grotte ist ein Zeugnis frühgeschichtlicher Besiedlung; in ihr wurden Überreste des Arcanthropus-Menschen der vor
200.000 Jahren gelebt hat entdeckt. In einer anderen Höhle fanden sich Sklette aus der Steinzeit.
Zu besichtigen sind viele Fundstücke im Museo Preistorico die Balzi Rossi.


Architektur (Bauhaus)

Roquebrune und Castellar

Mehr zufällig und leider auch erst nach unserem letzten Besuch an der Côte d'Azur, sah ich einen Bericht über das beeindruckende Leben und Schaffen der irischen Möbeldesignerin Eileen Gray (1878-1976) die einzige Frau, die neben bekannten Namen wie Mies van der Rohe, Marcel Breuer und Le Corbusier den Stil der Moderne geprägt hat.

In den Zwanziger Jahren beginnt sie, sich für Architektur zu begeistern und konzipiert ermuntert von Zeitgenossen wie Le Corbusier, Walter Gropius und den Mitgliedern der holländischen Avantgardistengruppe "De Stijl" gemeinsam mit dem rumänischen Architekten Jean Badovici ihr erstes Haus E.1027 (auch „Maison en Bord de Mer“ genannt) 1929 wird ihr Haus in Roquebrune fertigestellt., dem 1932-34 Tempe a Pailla Grays in Castellar ein zweites Haus folgte.
Für diese Häuser gestaltet sie Möbel die auch nach ihnen benannt werden. Ihre beeindruckende Lebensgeschichte und auch die Entwicklung um die genannten Häuser sind nachzulesen.

Haus Tempe a Pailla Grays, Castellar (Ortsmitte) bei Menton

Haus E 1027, Roquebrune-Cap Matin, Promenade Le Corbusier

http://www.eileen-gray.de/werk/architektur.html
http://deu.archinform.net

Buchtipp:

Die Nonkonformistin (Gebundene Ausgabe)
von Charlotte Kerner , Verlag: Belz und Gelberg